Polizei und Kooperationspartner aus der Wirtschaft starten bundesweite
Öffentlichkeitskampagne zum Einbruchschutz und rufen den „Tag des Einbruchschutzes“
ins Leben.
Nach jahrelangem Rückgang steigt die Zahl der Wohnungseinbrüche seit 2009 wieder an und lag im Jahr 2011 laut Polizeilicher Kriminalstatistik bei 133.000 Fällen, ein Plus von 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die durch Einbrüche verursachten Schäden betragen jährlich rund 600 Millionen Euro. Daher ist das Thema Einbruchschutz in diesem und im nächsten Jahr ein besonderer Schwerpunkt in der Arbeit der Polizeilichen Kriminalprävention. Ziel ist es, die Bevölkerung noch intensiver als bisher für eine wirksame Einbruchsprävention zu sensibilisieren. Zusammen mit Kooperationspartnern aus der Versicherungswirtschaft, den Industrieverbänden und Errichterfirmen startet die Polizei jetzt die bundesweite Öffentlichkeitskampagne K-EINBRUCH. Die Schirmherrschaft hat Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich übernommen. Kristina Vogel, Olympiasiegerin im Teamsprint Bahnradfahren ist Botschafterin der Kampagne.
Nach jahrelangem Rückgang steigt die Zahl der Wohnungseinbrüche seit 2009 wieder an und lag im Jahr 2011 laut Polizeilicher Kriminalstatistik bei 133.000 Fällen, ein Plus von 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die durch Einbrüche verursachten Schäden betragen jährlich rund 600 Millionen Euro. Daher ist das Thema Einbruchschutz in diesem und im nächsten Jahr ein besonderer Schwerpunkt in der Arbeit der Polizeilichen Kriminalprävention. Ziel ist es, die Bevölkerung noch intensiver als bisher für eine wirksame Einbruchsprävention zu sensibilisieren. Zusammen mit Kooperationspartnern aus der Versicherungswirtschaft, den Industrieverbänden und Errichterfirmen startet die Polizei jetzt die bundesweite Öffentlichkeitskampagne K-EINBRUCH. Die Schirmherrschaft hat Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich übernommen. Kristina Vogel, Olympiasiegerin im Teamsprint Bahnradfahren ist Botschafterin der Kampagne.
Ein Einbruch kann das
Sicherheitsgefühl und Wohlbefinden der Betroffenen nachhaltig beeinträchtigen:
Nicht nur der materielle Schaden, sondern häufig auch dauerhafte psychische
Belastungen sind die Folgen für die Opfer. Denn die Täter dringen in die Privatsphäre
ein, wühlen in den persönlichsten Sachen und stehlen womöglich Gegenstände, an
denen Lebenserinnerungen hängen. Der Parlamentarische
Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, Dr. Ole Schröder erklärt hierzu: „Bei der Bekämpfung der Einbruchskriminalität
sind viele Akteure gefragt: In erster Linie die Polizeien der Länder, in deren
Verantwortung die Kriminalitätsbekämpfung grundsätzlich steht. Ich begrüße
daher, dass einige Länder die Bekämpfung von Einbruchdiebstählen zu einem Schwerpunkt
ihrer Arbeit machen.
Auch der Bund wird seinen Beitrag
leisten – etwa durch die erstmalige Erstellung eines umfassenden Lagebildes,
das die Grundlage für etwaige bundesweite Bekämpfungsstrategien bilden kann.
Ein wichtiger Baustein beim Kampf gegen Wohnungseinbruch ist zudem eine
sinnvolle Prävention durch die Bürgerinnen und Bürger, etwa durch verbesserten
Einbruchschutz oder Wachsamkeit in der Nachbarschaft.“
Weg gegangen werden muss, damit die Informationen besser
bei der Bevölkerung ankommen. „Wir haben uns deshalb für eine bundesweite
Öffentlichkeitskampagne mit großer Reichweite entschieden, die von vielen
Partnern aus der Wirtschaft mitgetragen wird“, so Uwe Schünemann, stellvertretender
Vorsitzender der Innenministerkonferenz und Innenminister von Niedersachsen. „Denn gerade durch die Teilnahme vieler Partner mit
möglichst vielen Aktivitäten und Veröffentlichungen werden die Kampagneninhalte
multipliziert und so optimal bekannt gemacht.“
Als Stichtag für den Beginn der
Initiative haben die Partner den „Tag des Einbruchschutzes“ ins Leben gerufen.
Unter dem Motto „Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit“ findet dieser jährlich am
Tag der Zeitumstellung statt, wenn die mitteleuropäische Sommerzeit endet –
also erstmals am 28. Oktober 2012. Die dadurch gewonnene zusätzliche Stunde sollen die Bürger nutzen, sich
über Einbruchschutz zu informieren und darüber nachzudenken, die
Sicherheitsempfehlungen in ihrem Alltag umzusetzen. Der Tag des
Einbruchschutzes soll zu einer festen Größe im jährlichen Veranstaltungskalender
– auch bei der Polizei – werden, damit das Thema immer wieder ins Gedächtnis
gerufen wird. Deutschlandweit bieten viele Polizeidienststellen und Kooperationspartner
Veranstaltungen rund um den Tag des Einbruchschutzes an, bei denen sich Bürgerinnen
und Bürger zum Thema informieren können.
Kern der Kampagne ist der neue
Internetauftritt www.k-einbruch.de. Er
bietet produktneutrale Informationen der Polizei zum Einbruchschutz, ein
„interaktives Haus“ mit Tipps, wie man sein Zuhause sichert sowie einen
umfangreichen Pressebereich und Verlinkungen auf die Kooperationspartner. Das
Motiv der Initiative ist ein von Einbrechern heimgesuchtes Zimmer, bei dem die
Terrassentür offensteht, mit dem aufgesprühten „Hinweis“ „Tür war gekippt!“.
„Das Motiv belegt die polizeiliche Erfahrung, dass Einbrecher häufig
Gelegenheitstäter sind. Der Hinweis ‚Tür war gekippt!’ ist dabei ein eindeutiger
Fingerzeit auf das leichtsinnige Verhalten sorgloser Bürgerinnen und Bürger“,
sagt Prof. Dr. Wolf Hammann, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention
der Länder und des Bundes. „Damit wollen wir erreichen, dass sich jeder seiner
Eigenverantwortung bewusst wird und sich mit dem Thema Einbruchschutz befasst.“
Das Logo der Kampagne, angelehnt an ein Polizeisiegel, steht allen
Kooperationspartnern zur Verfügung. Außerdem wurden Plakate, Postkarten,
Aufkleber, Fülleranzeigen und Linkbanner produziert, die ebenfalls alle Partner
nutzen können. Zudem machen Großflächenplakate in den Großstädten Deutschlands auf
die Aktion aufmerksam. Darüber hinaus wirbt noch ein weiteres bekanntes Gesicht
für die Kampagne: Kristina Vogel, Olympiasiegerin im Teamsprint Bahnradfahren
und Polizistin bei der Bundespolizei, ist Botschafterin von K-EINBRUCH. „Für die Opfer sind die psychischen Folgen eines
Einbruchs häufig deutlich schlimmer als der materielle Schaden. Sie fühlen sich
nicht mehr sicher, können kaum noch schlafen und haben Angst“, so Kristina
Vogel. Hier ihre wichtigsten Tipps, die Sie auch als Videobotschaft auf www.k-einbruch.de abrufen können:
-
Wenn Sie Ihr Haus verlassen – auch nur für kurze Zeit – schließen Sie unbedingt Ihre Haustüre ab!
-
Verschließen Sie immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Denken Sie daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster!
-
Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals draußen. Einbrecher finden jedes Versteck!
-
Wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren, wechseln Sie den Schließzylinder aus.
-
Achten Sie auf Fremde in der Wohnanlage oder auf dem Nachbargrundstück.
-
Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit.
Profil Programm Polizeiliche
Kriminalprävention
Das
Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) verfolgt
das Ziel, die Bevölkerung, Multiplikatoren, Medien und andere Präventionsträger
über Erscheinungsformen der Kriminalität und Möglichkeiten zu deren
Verhinderung aufzuklären. Dies geschieht unter anderem durch kriminalpräventive
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und durch die Entwicklung und Herausgabe von
Medien, Maßnahmen und Konzepten, welche die örtlichen Polizeidienststellen und
andere Einrichtungen, zum Beispiel Schulen, in ihrer Präventionsarbeit unterstützen.
Beteiligte Kooperationspartner an
K-EINBRUCH
Gesamtverband
der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV), DAITEM, ABUS August Bremicker
Söhne KG, ERGO Versicherung AG, VdS Schadenverhütung GmbH, Bundesverband der
Hersteller- und Errichterfirmen von Sicherheitssystemen e.V. (BHE), Zentralverband
der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) e.V. – Fachverband
Sicherheit, Fachverband Schloss + Beschlagindustrie e. V., Bundesverband der
Sicherheitswirtschaft (BDSW), Fachverband Europäischer Sicherheits- und
Schlüssel Fachgeschäfte e. V. (interkey), Initiative „Nicht bei mir!“, European
Security Systems Association (ESSA) e.V.