Ein paar Tage in die Berge, ein Städte-Kurztrip oder gar ans Meer – ab
in den Süden heißt es für viele im Frühjahr. Oftmals ist es jedoch mit der lang
ersehnten Erholung schnell vorbei. Denn gewiefte Diebe nutzen die lockere
Urlaubsstimmung gern für Straftaten aus. Wenige Sekunden Unaufmerksamkeit
reichen und schon sind die Papiere und die Wertsachen verschwunden, bevor der
Urlaub richtig begonnen hat. Damit Sie die freien Tage unbeschwert genießen
können, gibt die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes Tipps
für eine sichere Reise in den Urlaub.
„Bereits vor der Reise sollten
Urlauber einige Sicherheitsvorkehrungen treffen“, erklärt Prof. Dr. Wolf Hammann, Vorsitzender der Polizeilichen
Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK). „Machen Sie sich
Kopien Ihrer wichtigsten Reisedokumente (Pass, Flugtickets, Kreditkarten und
Impfausweis) und bewahren Sie diese an separater Stelle in Ihrem Reisegepäck
auf. Informieren Sie Angehörige oder Freunde über Ihre Pläne und Reisedaten“,
so Hammann weiter.
Wichtig ist auch die regelmäßige
Sicherung der Daten vom Handy, Smartphone und Co., damit im Falle des Verlustes
eines elektronischen Geräts zumindest die Daten als Kopie vorliegen und
wichtige Telefonnummern verfügbar sind. Darüber hinaus sollten die Besitzer die
SIM-Karte unverzüglich sperren lassen, wenn das mobile Gerät abhandenkommt.
Weitere Tipps der Polizei für
eine sichere Reise in den Urlaub:
- Tragen Sie auf der Fahrt in Ihren Urlaubsort Ihre Zahlungsmittel, Ausweise und Dokumente direkt am Körper.
- Lassen Sie Ihre Wertgegenstände oder Ausweispapiere nie unbeaufsichtigt liegen – auch nicht im Fahrzeug, wenn Sie z. B. bei einem Stopp an der Tankstelle oder Raststätte nur kurz aussteigen.
- Seien Sie misstrauisch, wenn Sie auf Parkplätzen auf vermeintliche Schäden an Ihrem Fahrzeug aufmerksam gemacht werden oder Sie jemand bittet, anderen auf Landkarten den Weg zu zeigen. Das können Tricks sein, um Sie und Ihre Begleiter aus dem Wagen zu locken, damit Diebe Wertsachen aus dem Wagen stehlen können.
- Auch Busreisende sollten bei Tank-, Rast- oder Besichtigungsaufenthalten keinerlei Wertgegenstände im Bus zurücklassen. Es sei denn, der Fahrer oder andere vertrauenswürdige Personen bleiben im Bus, um auf Ihre Sachen zu achten.
- Bahnreisende sollten ihr Gepäck immer im Auge behalten. Das gilt besonders für Bahnhöfe, in denen Diebe selbst die geringste Unaufmerksamkeit (z. B. beim Fahrkartenkauf oder bei Telefonaten) nutzen, um blitzschnell zuzugreifen.
- Reduzieren Sie Ihr mitgeführtes Bargeld auf das notwendige Minimum und zeigen Sie anderen möglichst wenig davon.
- Nutzen Sie unterwegs keinen Geldautomaten, an dem etwas ungewöhnlich erscheint, z. B. angebrachte Leisten oder Verblendungen, abstehende und vor allem lockere Teile, oder Spuren von Kleber rund um den Kartenschlitz.
- Notieren Sie niemals Ihre PIN irgendwo im Portemonnaie (schon gar nicht auf der Zahlungskarte).
- Sollten Ihnen Zahlungskarten abhandengekommen sein, lassen Sie diese sofort für den weiteren Gebrauch sperren, z. B. telefonisch über den bundesweiten Sperr-Notruf (0049) 116 116.
Alle Tipps zum Schutz vor Diebstahl und Raub auf Reisen und vor
Karten-Diebstahl finden Sie in den Faltblättern der Polizei, die bei den
örtlichen (Kriminal-) Polizeilichen Beratungsstellen ausliegen oder im Internet
heruntergeladen werden können:
Profil Programm Polizeiliche
Kriminalprävention
Das
Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK)
verfolgt das Ziel, die Bevölkerung, Multiplikatoren, Medien und andere
Präventionsträger über Erscheinungsformen der Kriminalität und Möglichkeiten zu
deren Verhinderung aufzuklären. Dies geschieht unter anderem durch kriminalpräventive
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und durch die Entwicklung und Herausgabe von
Medien, Maßnahmen und Konzepten, welche die örtlichen Polizeidienststellen und
andere Einrichtungen, zum Beispiel Schulen, in ihrer Präventionsarbeit unterstützen.
