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| Bild: Polizei NRW |
Der Frühling
ist da, die Radsaison hat begonnen. Eine Zeit, in der auch Fahrraddiebe
besonders häufig zuschlagen. Denn das Stehlen von Rädern ist beliebt: So lag
die Zahl der von der Polizei registrierten Fahrrad-Diebstähle in den
vergangenen fünf Jahren bundesweit immer über 300.000 und stieg 2014 im
Vergleich zu 2013 (316.857 registrierte Diebstähle) erneut an. Diebstahl-Schutz
ist also sinnvoll, schon ganz einfache Sicherheitsmaßnahmen helfen.
"Wer
sein abgestelltes Fahrrad vor Dieben schützen will, sollte es immer abschließen
und zwar mit einem guten Schloss. Am besten eignen sich massive Stahlketten,
Bügel-, oder Panzerkabelschlösser", erklärt Gerhard Klotter,
Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.
Wichtig sei es auch, so Klotter weiter, das Fahrrad an einem festen Gegenstand
anzuschließen, zum Beispiel einem Fahrradständer. Radler sollten dies
insbesondere auf großen Stellplätzen beachten, zum Beispiel an Bahnhöfen oder
Sport- und Freizeiteinrichtungen. "Diese Orte sind bei Fahrraddieben
besonders beliebt", betont Klotter.
Weiter
sollte das Fahrrad individuell gekennzeichnet sein, um das Rad - bei einem
Diebstahl - zweifelsfrei identifizieren zu können. Viele in Deutschland
verkaufte Räder haben beispielsweise eine individuelle in den Rahmen
eingeschlagene Rahmennummer. Eine andere Möglichkeit ist eine Codierung des
Rads, mit deren Hilfe sich der Wohnsitz des Eigentümers ermitteln lässt.
Fachhändler geben Auskunft, wo Radbesitzer ihre Räder codieren lassen können.
Zusätzlich kann mit dem Aufkleber "Finger weg – Mein Rad ist
codiert!" auf diese Codierung aufmerksam gemacht werden, um potenzielle
Diebe abzuschrecken. Der Aufkleber ist bei der Polizei erhältlich.
"Wichtig
ist auch ein Fahrradpass. Darin sollten alle Informationen stehen, die
notwendig sind, um ein Fahrrad zu identifizieren und den rechtmäßigen
Eigentümer ausfindig zu machen. Er sollte deshalb sorgfältig ausgefüllt und
sicher verwahrt werden", betont Klotter. Beim Kauf eines Fahrrads stellen
viele Händler einen herstellerseitigen oder polizeilichen Fahrradpass aus.
"Interessierte sollten gezielt danach Fragen", rät Klotter.
Wer ein
Smartphone besitzt, kann die kostenlose FAHRRADPASS-App der
Polizei für iPhones und Android-Smartphones nutzen. Mit dieser lassen sich alle
Daten, die wichtig sind, um ein Fahrrad zu identifizieren, problemlos speichern
und im Notfall ausdrucken oder per Mail verschicken, zum Beispiel an die
Polizei beziehungsweise den Versicherer.
Weitere
Tipps, wie Fahrradbesitzer ihren Drahtesel vor Dieben schützen können sowie
einen Fahrradpass zum Heraustrennen, finden sie im Faltblatt "Guter Rat ist nicht teuer. Und der Verlust
Ihres Rades?". Das Faltblatt
liegt bei den örtlichen (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstellen aus.
