| Christian Seidel pixelio.de |
Die Polizei warnt vor Betrügern, die insbesondere russischsprachige
Menschen um ihr Erspartes bringen wollen. Gestern gingen zwei Anzeigen
ein. In einem Fall hatte eine Geschädigte einem unbekannten Abholer
einen Bargeldbetrag übergeben, in dem zweiten Fall kam es nicht dazu.
Die
Schockanrufer gehen immer gleich vor. Die meist russischstämmigen
Geschädigten erhalten Anrufe von angeblichen Anwälten, Staatsanwälten
oder nahen Angehörigen. Die Telefonate werden in russischer Sprache
geführt. Die Täter schildern dann eine vermeintliche Notlage, in der sie
sich selbst oder ein naher Verwandter befinden soll. So wird zum
Beispiel berichtet, dass ein Verwandter einen Unfall im Ausland
verursacht hat, nun im Gefängnis sitze und eine Kaution benötige. Auch
aufwändige Behandlungskosten nach einem Unfall, die sofort bezahlt
werden müssten, sind oft Inhalte der Gespräche. Lassen sich die
Angerufenen auf die Forderung ein, wird das Geld von einem Unbekannten
abgeholt.
Genau so liefen Telefonate mit zwei
Frauen in Düsseldorf ab. Eine Seniorin übergab einem Unbekannten an der
Nosthoffenstraße einen Bargeldbetrag, weil sie eine Kaution für ihren
Schwiegersohn bezahlen sollte, der angeblich nach einem Unfall im
Ausland im Gefängnis sitze. Nach der Geldübergabe wurde die Seniorin
allerdings misstrauisch und rief ihre Verwandten an. Schnell stellte
sich heraus, dass sie Opfer von Trickbetrügern geworden war. In einem
zweiten Fall scheiterte der Anrufer, da die 64-Jährige angab, kein Geld
im Haus zu haben.
Der Abholer soll circa 20 Jahre alt, ungefähr
1,80 Meter groß und schlank sein. Er hat kurze dunkle Haare und einen
dunklen Teint. Bekleidet war er mit einer schwarzen Jacke und einer
schwarzen Hose.
Hinweise nimmt die Polizei (Kriminalkommissariat 21) unter Telefon 0211-8700 entgegen.
Die Polizei gibt folgende Tipps:
- Gehen Sie niemals auf solche Forderungen ein!
- Geben Sie nie Geld an unbekannte Abholer!
- Rufen Sie grundsätzlich selbst Ihre Angehörigen über die Ihnen bekannten Telefonnummern an und vergewissern Sie sich!
- Verständigen Sie die Polizei über ein solches Geschehen!
- Warnen Sie auch andere Mitbürger vor den Maschen der Betrüger!