Nach
den Erkenntnissen des Verfassungsschutzes leben zurzeit in NRW rund 1500
extremistische Islamisten. Damit sie keinen Zulauf bekommen, wurde im März 2014
u.a. der Verein „Wegweiser e.V.“ gegründet. Wie in anderen EU-Staaten und
Bundesländern ist auch in NRW die Tendenz weiter steigend. Deshalb sollen insbesondere
die jungen Menschen über die Gefahren der Szene aufgeklärt werden. Dazu
hat das Land gemeinsam mit Kooperationspartnern in Bochum, Bonn und Düsseldorf
das Präventionsprogramm „Wegweiser“ initiiert. „Wegweiser“ bietet kompetente
Beratung und konkrete Hilfen im Alltag für Jugendliche und junge Erwachsene
sowie für deren Umfeld. Denn die Bekämpfung des Salafismus muss bei den
Ursachen ansetzen und ist deshalb eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Weitere
Anlaufstellen von „Wegweiser“ sollen in NRW folgen.
Das
Präventionsprojekt „Wegweiser“ ging im März 2014 an den Start. „Ziel ist es,
den Einstieg junger Menschen in die gewaltbereite salafistische Szene zu
verhindern“, erklärte NRW-Innenminister Ralf Jäger bei der Eröffnung der
Anlaufstelle des Wegweiser e.V. in der Düsseldorfer Innenstadt.
Wegweiser
leistet passgenaue und unmittelbare Hilfe. Persönliche Betreuer vor Ort „weisen
den Weg“. Sie analysieren die individuelle Situation und koordinieren die
nächsten Schritte hin zu einem konkreten Hilfsangebot. Dabei arbeiten sie
vertraulich. Wegweiser startete außerdem in Bochum und Bonn. Weitere Kommunen
werden hinzukommen.
„Wegweiser ist als umfassendes Präventionsprogramm konzipiert“, erläuterte der Minister. „Es setzt früher an und wirkt breiter als ein Aussteigerprogramm. Wegweiser nimmt die Ursachen in den Blick. Wir setzen alles daran, junge Menschen davor zu bewahren, in die Radikalisierungsfalle zu laufen.“
„Wegweiser ist als umfassendes Präventionsprogramm konzipiert“, erläuterte der Minister. „Es setzt früher an und wirkt breiter als ein Aussteigerprogramm. Wegweiser nimmt die Ursachen in den Blick. Wir setzen alles daran, junge Menschen davor zu bewahren, in die Radikalisierungsfalle zu laufen.“
Das
vom NRW-Innenministerium initiierte Präventionsnetzwerk wird de-zentral vor Ort
umgesetzt. Basis des Projektes ist die effektive Vernetzung der lokalen
Akteure. „Dieses Vernetzen ist notwendig. Wir entwickeln für gefährdete
Jugendliche individuelle Auswege aus den unterschiedlichsten Problemlagen“, so
Jäger. Netzwerkpartner sind neben lokalen Vereinen und Initiativen auch die
örtlichen Jugend- und Sozialämter, städtische Integrationsstellen sowie
Vertreter der Sozialverbände, Moscheegemeinden, der Familienberatung, der
Jobcenter und der Polizei.
Alle
Netzwerkpartner kooperieren auf Augenhöhe. Ihre Hilfsangebote sind umfassend.
Hilfe bei schulischen Problemen gehört ebenso dazu wie psychologische Beratung
oder Unterstützung bei der Arbeitsplatzsuche. Wichtig ist auch der religiöse
Dialog mit den Moscheegemeinden. „Es geht um junge Menschen, die religiöse
Antworten auf ihre Fragen suchen. Wegweiser akzeptiert religiöse Überzeugungen,
aber keine Gewalt zur Durchsetzung extremistischer Ziele“, betonte Jäger.
Gleichzeitig stellte er klar: „Die große Mehrheit der hier lebenden
muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger verurteilt den gewaltbereiten
Salafismus.“
Wegweiser
richtet sich auch an das Umfeld der betroffenen Jugendlichen. „Eltern,
Geschwister, Freunde und Lehrer erkennen meist zuerst, wenn sich jemand
verändert. Ihnen bietet der Betreuer von Wegweiser schnelle und umfassende
Beratung“, erläuterte der Minister.
Für den NRW-Innenminister steht fest: „Der Kampf gegen extremistischen Salafismus wird die Sicherheitsbehörden über Deutschland hinaus weiterhin vor große Herausforderungen stellen. Die Zahl extremistischer Salafisten steigt an. Wir müssen die jungen Menschen erreichen, bevor extremistische Salafisten sie mit scheinbar einfachen Antworten in die Radikalisierungsfalle locken“.
Für den NRW-Innenminister steht fest: „Der Kampf gegen extremistischen Salafismus wird die Sicherheitsbehörden über Deutschland hinaus weiterhin vor große Herausforderungen stellen. Die Zahl extremistischer Salafisten steigt an. Wir müssen die jungen Menschen erreichen, bevor extremistische Salafisten sie mit scheinbar einfachen Antworten in die Radikalisierungsfalle locken“.
Weitere
Informationen unter:
Verfassungsschutz
Nordrhein- Westfalen
http://www.mik.nrw.de/verfassungsschutz/islamismus/wegweiser.html
und:
http://www.wegweiser-duesseldorf.de
