In den letzten Tagen haben sich besorgte Bürgerinnen und
Bürger an das Bundeskriminalamt (BKA) gewandt, da sie telefonisch von
einem Mitarbeiter der Behörde um Unterstützung in einem
Ermittlungsverfahren gebeten wurden. Der angebliche BKA-Beamte gab vor,
gegen eine Bande von Betrügern zu ermitteln. Um seine Ermittlungen
fortsetzen und die Täter überführen zu können, brauche er dringend Geld,
welches nach Abschluss des Ermittlungsverfahrens zurückgezahlt werde.
Zur Kontaktaufnahme nannte der vermeintliche Beamte den Opfern angeblich
geheime Rufnummern, aber auch tatsächlich bestehende Anschlüsse des BKA
sowie eine Bankverbindung.
Wenn Sie auf diese oder ähnliche Weise telefonisch,
schriftlich oder auch persönlich von angeblichen BKA-Beamten oder
sonstigen Amtspersonen angesprochen werden, lassen Sie sich nicht auf
deren Forderungen ein und leisten Sie keine Zahlungen.
Die Mitarbeiter deutscher Strafverfolgungsbehörden
würden sich niemals mit einem solchen Anliegen an Sie wenden. Auch wenn
Sie unter Druck gesetzt und Ihnen mögliche staatliche Konsequenzen
angedroht werden, sollten Sie sich nicht verunsichern lassen. Notieren
Sie sich Name, Rufnummer und Dienststelle des angeblichen Polizeibeamten
und wenden Sie sich mit diesen Informationen an Ihre örtliche
Polizeidienststelle, um Anzeige zu erstatten.
Ähnlich gehen bereits seit geraumer Zeit Betrüger aus
Callcentern in der Türkei vor. Insbesondere ältere Bürgerinnen und
Bürger in Deutschland werden telefonisch über einen angeblichen
Lotteriegewinn informiert. Um diesen zu erhalten, fordern die Betrüger
zunächst jedoch die Überweisung von Geldbeträgen, zum Teil in Höhe von
mehreren tausend Euro, um angebliche Verwaltungskosten, Steuern oder
Ähnliches zu begleichen.
